Das Werkstück bildet die Anode, die Werkzeugelektrode die Kathode eines Gleichstromkreises.
Die Werkzeugelektrode wird den zu bearbeitenden Positionen des Werkstückes gegenübergestellt. Zwischen Werkstück und Werkzeug bleibt ein enger Spalt, der während der Bearbeitung mit Elektrolyt durchflossen wird. Diese Elektrolytlösung überbrückt den Arbeitsspalt zwischen Werkzeugelektrode und Werkstück und ermöglicht aufgrund seiner elektrischen Leitfähigkeit den Stromfluß. Durch die Wirkung des Gleichstromes und der Elektrolytlösung wird Material am Werkstück elektrochemisch zersetzt und fällt als Hydroxyd aus der Elektrolytlösung.
Bearbeitungen schwer zugänglicher Gratstellen und Konturen
ECM-Senken und Polieren
Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft bei anspruchsvollen Serienteilen in der pharmazeutischen- und biochemischen Industrie, sowie bei Armaturen für die Mess- und Regeltechnik.
ECM-Formentgraten
Bei spanender Bearbeitung und beim Gießen von Metallen entstehen Grate. Diese werden elektrolytisch, zuverlässig und wirtschaftlich entfernt. Die Entgratzeiten für ein oder mehrere Teile (Mehrfachvorrichtungen) liegen bei ca. 3-15 Sekunden.
ECM-Kammer- und Konturbearbeitung
Das Verfahren ermöglicht an schwer zugänglichen Stellen bei Serienteilen, wie z. B. Einspritzdüsen, Komponenten der Pneumatik und Hydraulik, Geometrien einzuarbeiten.